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Produkt

Wie aus Ihren Unterlagen ein Wissensgraph wird.

Was bei Ihnen ankommt, was daraus wird und was Sie damit prüfen. Gebaut wird automatisch, entschieden von Ihren Fachleuten. Kein Workshop-Marathon, kein Modellieren von Hand.

Was bei uns ankommt

Ein Bauprojekt liefert kein Modell. Es liefert alles Mögliche.

Die sauberen Formate sind die Ausnahme, nicht die Regel. Was verbindlich gilt, steht meistens in einem Dokument, das nie dafür gemacht war, von einer Maschine gelesen zu werden.

Das kommt in einem einzigen Projekt zusammen:

  • Schule_IFC4.ifcdas Modell, wenn es eines gibt
  • Grundriss_final_V2(3).pdfin CAD gezeichnet, als PDF geliefert
  • LeistungsverzeichnisPositionen, Mengen, Fließtext
  • Bauvertrag, VOB/B, BGBwas vereinbart wurde
  • Nachtrag 0034die Änderung nach Vertragsschluss
  • Bautagebuchwas tatsächlich passiert ist
  • Protokoll KW 11wer was entschieden hat
  • Brandschutzkonzept60 bis 80 Seiten Fließtext
  • Postfachdie Freigabe, die nie in einen Plan kam
  • SharePoint, Ablagendrei Stände, einer gilt

Genau eines davon ist strukturiert. Alles andere trägt das, was verbindlich gilt, und trägt es als Fließtext. Ein System, das nur das Modell liest, liest den kleinsten Teil des Projekts.

NormankerIFC / bSDDDer offene Standard von buildingSMART, herstellerneutral. Er gibt die Struktur vor, bevor eine einzige Ihrer Dateien gelesen wird. Deshalb hängt das Ergebnis nicht daran, aus welchem CAD es stammt.

Und geprüft wird gegen das, was verbindlich und frei zugänglich ist:

  • Gesetze
  • Verordnungen
  • Verwaltungsvorschriften, etwa ASR
  • Bescheide und Nebenbestimmungen
  • Kommunale Satzungen
  • Ihre eigenen Verträge und Unterlagen

Und es bleibt bei Ihnen: Die Unterlagen werden dort gelesen, wo sie ohnehin liegen. Nichts wandert in eine fremde Pipeline und niemand sitzt zwischen Ihnen und Ihrem eigenen Projekt.

Was dazwischen passiert, in vier Schritten:

  1. Anschließen, nicht einsammeln

    Wir docken an Ihre Ablage an, dort wo sie liegt. Nichts wird kopiert, nichts verschoben. Was ankommt, ist der Bestand von oben: Modelle, Pläne, Verträge, Protokolle, Mails.

  2. Lesen, auch was kein Datensatz ist

    Aus dem Modell kommen die Bauteile fertig. Aus dem Plan kommen sie über die Zeichnung: Strich, Maßkette, Beschriftung, auch aus einem Scan. Aus Protokoll, Vertrag und Mail kommt, was jemand über sie gesagt hat.

  3. Dasselbe Bauteil zusammenführen

    F-14 im Plan, „das Fenster in Raum 2.14“ im Protokoll, Position 3 im Nachtrag: drei Schreibweisen, ein Bauteil. Ab hier ist es ein Knoten und nicht mehr drei Suchtreffer.

  4. Regelwerk und Ihre Festlegungen anhängen

    An jedes Bauteil kommt, was dafür gilt: die Vorschrift aus der Liste oben, der Bescheid, die Zusage aus dem Vertrag. Dazu das, was Ihr Haus einmal entschieden hat und das in keinem Dokument steht.

Heraus kommt der Wissensgraph

Jede Stelle hängt an ihrem Bauteil.

Nicht die Datei hängt am Bauteil, sondern die Seite, der Absatz, die Position. Dasselbe Brandschutzkonzept hängt mit Seite 9 an der Wand, mit Seite 12 an der Tür, mit Seite 15 am Fenster. Und weil jede Beziehung einen Namen hat, lässt sie sich abfragen, nicht nur finden.

liegt insieht vorfestgelegt ingeändert durchfreigegeben pergilt für

Fenster F-14 · 6 Stellen aus 6 UnterlagenDer Durchlauf zeigt ein Bauteil nach dem anderen. Ein Klick hält eines fest.

  1. Fenster F-146 Stellen aus 6 Unterlagen
    • liegt in Grundriss_A-102.pdfRaum 2.14
    • Brandschutzkonzept.pdf sieht vorS. 15 · 5.2
    • festgelegt in Protokoll_KW11.docxTOP 4
    • geändert durch Nachtrag_0034.docxPos. 3
    • freigegeben per AW: Freigabe 0034Absatz 2
    • LBO Baden-Württemberg gilt für§ 34 Abs. 2
  2. Tür T-045 Stellen aus 5 Unterlagen
    • liegt in Grundriss_A-102.pdfFlur 2.10
    • Brandschutzkonzept.pdf fordertS. 12 · 4.3
    • festgelegt in Protokoll_KW11.docxTOP 7
    • bestätigt per AW: Freigabe 0034Absatz 3
    • LBO Baden-Württemberg gilt für§ 15 Abs. 4
  3. Wand W-214 Stellen aus 4 Unterlagen
    • liegt in Grundriss_A-102.pdfAchse B
    • Brandschutzkonzept.pdf fordertS. 9 · 3.2
    • geändert durch Nachtrag_0034.docxPos. 5
    • LBO Baden-Württemberg gilt für§ 15 Abs. 1
Wofür der Wissensgraph da ist

Drei Fundstellen und trotzdem keine Antwort.

Ein Fenster, drei Vorschriften, drei verschiedene Bezugsgrößen: Rohbaumaß, Glasfläche, lichtes Maß. Alle drei Stellen zu finden ist leicht und es bringt nichts. Vergleichbar werden sie erst, wenn feststeht, welches Maß zu diesem Bauteil gehört und welche Vorschrift dafür gilt. Diese Struktur hat ein Sprachmodell nicht, also rät es. Der Wissensgraph aus dem Abschnitt darüber hat sie.

1,51 m1,22 mLBO-BW § 341,84 m²1,51 m1,52 mASR A3.42,30 m²0,90 m1,20 m§ 13 LBOAVOerfülltRaum 2.14 · 18,4 m² Grundfläche
2,30 m² steht in keinem der drei Dokumente. Die Zahl entsteht erst, wenn Bauteil und Vorschrift eindeutig zugeordnet sind. Genau diese Zuordnung liefert der Wissensgraph.
Die Wissensbasis

Ihr Projekt wartet nicht auf Ihre Frage.

Die meisten Systeme warten auf eine Frage. Das setzt voraus, dass Sie wissen, wonach Sie fragen müssen, und genau das weiß in einem laufenden Projekt niemand vorher. Zwei Dinge ändern das. Das eine meldet sich von selbst. Das andere nimmt auf, was in keiner Datei steht.

  1. Was sich von selbst meldet

    Der Widerspruch kommt zu Ihnen, markiert im Plan. Sie müssen ihn nicht suchen und nicht formulieren.

  2. Was nur Sie wissen

    Ihr Urteil bleibt im Projekt. Was in keinem Dokument steht, gilt ab dann für jede weitere Prüfung.

Zusammen ergeben sie eine Basis, auf die jede Leistungsphase anders zugreift.

Was zurückkommt

Fenster F-14, Raum 2.14: zwei gültige Vorgaben, zwei verschiedene Flächen.

ASR A3.4 · Abschn. 5.1verlangt 2,30 m², umgerechnet auf das Rohbaumaß.

LBO § 34 Abs. 2verlangt 1,84 m² Rohbaumaß, ein Zehntel der Grundfläche.

01 · Was sich von selbst meldet

Sie sagen, was geprüft wird. Sie bekommen den Plan zurück, markiert.

Keine Abfragesprache und keine neue Oberfläche, die man lernen muss. Sie wählen die Regelwerke, die Prüfung läuft über alle Pläne des Projekts und zurück kommt ein Dokument, das Sie weitergeben können.

„Prüfe alle Pläne im Projekt."

148 Pläne · jedes Bauteil gegen 3 von 5 Regelwerken. Haken setzen und wegnehmen. Der Plan antwortet.

Nichts wird stillschweigend geglättet. Der Widerspruch geht an den Architekten, den Fachingenieur oder den TGA-Planer, je nachdem, wem das Bauteil gehört. Die Entscheidung wird festgehalten und gilt danach projektweit für jeden vergleichbaren Fall.

02 · Was nur Sie wissen

Was nirgends geschrieben steht, entscheiden Sie einmal.

Folaint zeigt Ihnen die Stelle, an der etwas nicht mehr zusammenpasst. Sie urteilen. Danach steht es im Projekt: jede weitere Antwort kennt Ihre Festlegung.

In jedem Projekt steckt Wissen, das in keiner Datei liegt. Warum dieser Raum anders behandelt wird, welche Vorgabe im Zweifel gilt, was im Termin vereinbart wurde. Es sitzt in Köpfen, und mit den Köpfen geht es.

  1. Etwas ändert sich

    Ein neuer Planstand, eine Mail mit einer Freigabe, ein Nachtrag. Folaint liest es dort, wo es liegt.

  2. Die Stelle wird gezeigt

    Kein Bericht. Der Widerspruch steht markiert im Plan, mit der Fundstelle, die ihn auslöst.

  3. Sie entscheiden

    Bestätigen, korrigieren, verwerfen. Was in keiner Datei steht, sagen Sie einmal.

  4. Das Projekt merkt es sich

    Die nächste Prüfung kennt Ihre Festlegung. Nicht ein Modell auf einem fremden Server lernt dazu. Ihr Projekt tut es.

Dieselbe Schleife läuft auch im Gespräch. Der Planer modelliert nicht mehr, er validiert: Was sich nicht aus den Daten ziehen lässt, beantwortet er einmal, und die Antwort bleibt im Projekt. So wächst das Wissen, das nur in diesem Haus gilt.

Durch alle Leistungsphasen

Neun Phasen. Ein Wissensgraph.

Die Strukturierung passiert einmal. Danach fragt jede Phase dasselbe Bauteil anders, mit den Unterlagen, die in ihr entstehen. Was darauf läuft, unsere Prüfungen oder Ihre eigenen Workflows, entscheiden Sie.

01 Was sich von selbst meldet

Der Widerspruch kommt zu Ihnen, markiert im Plan.

02 Was nur Sie wissen

Was in keinem Dokument steht, einmal gesagt und ab dann gültig.

Eine gemeinsame Basisdarauf stehen die neun Phasen
Phase wählen
LP 3

Entwurfsplanung

Auf dasselbe Bauteil wirken mehrere Regelwerke zugleich. Heute merkt das, wer zufällig beide kennt.

Was entsteht
  • Entwurf 1:100Grundrisse, Schnitte, Ansichten
  • Brandschutzkonzept, EntwurfRettungswege, Abschnitte, Klassen
  • KostenberechnungDIN 276, die Budgetentscheidung
  • Bauteilkatalog, BeginnU-Wert, Feuerwiderstand, Schall je Aufbau
Entwurf 1:100 · Raum 2.14Normabgleich
A-102, Ausschnitt
LBO-BW § 34 Abs. 2Rohbaumaß mindestens ein Zehntel der Grundfläche.1,84 m²
ASR A3.4 Abschn. 5.1Ein Zehntel lichtdurchlässig, das sind ein Achtel Rohbaumaß.2,30 m²

Beide gültig, beide am selben Fenster. Sie entscheiden.

Was Folaint hier tut
  • NormabgleichBauteil gegen Regelwerk. An Fenster F-14: LBO-BW § 34 und ASR A3.4, beide auf dasselbe Maß gebracht.
  • RechercheWas das Brandschutzkonzept für die Flurwand und die Tür fordert, mit Seite, am Bauteil statt auf Seite 12.
  • EntscheidungPflicht oder Kür. Einmal an diesem Bauteil entschieden, gilt es für jeden vergleichbaren Fall im Projekt.
Die Frage

Welches Fenster braucht Raum 2.14?

Heute

Zwei Vorschriften, zwei Bezugsgrößen. Der Widerspruch fällt niemandem auf, solange jede für sich stimmt.

Mit

Beide Vorgaben liegen am Fenster nebeneinander, umgerechnet auf dasselbe Maß: 1,84 m² gegen 2,30 m². Sie entscheiden.

Nehmen wir eine Frage aus Ihrem Projekt.

Wir nehmen jetzt ausgewählte Design-Partner auf.