Bauwerksbuch, DIN 1076
Bestandsakten-Erschließung
Liest Bauwerksbuch, Bestandsstatik, Schalpläne und Prüfberichte aus und hängt jede Aussage an das Bauteil, auf das sie sich bezieht. Was nicht lesbar ist, wird als nicht lesbar gemeldet, nicht geraten.
Ihr Hebel
Das Archiv wird befragbar
Auch Scans, Mikrofilm und handschriftliche Ergänzungen.
Lücken werden benannt
Was fehlt oder unlesbar ist, steht als Befund da, nicht als Vermutung.
Jede Aussage aus der Bestandsakte hängt am Bauteil, mit Fundstelle und Datum.
Die Frage
Was sagt die Bestandsstatik von 1968 zur Bewehrung im Widerlager an Achse 20?
Heute
Archivgang, Sichtung von Mikrofilm und Papierplänen, im Zweifel Neuaufnahme des Bauwerks per Laserscan.
Mit Folaint
Die Stelle steht am Bauteil, mit Blattangabe und Datum. Unlesbare Stellen werden ausgewiesen, statt sie zu überlesen.
Im Leistungsbild
Das Sichten der Bestandsunterlagen steht in keinem Leistungsbild als eigene Leistung. Es ist die Voraussetzung für jede Nachrechnung und jede Instandsetzungsplanung, und es ist der Teil, den erfahrene Prüfingenieure ausdrücklich als zeitkritisch beschreiben: Die Unterlagen sind oft unvollständig, schlecht geordnet und als Mikrofilm oder Scan kaum lesbar.